20 KiB
Proxmox Multi-Tenant Console — Entwicklungsplan
Plan zur Übergabe an einen ausführenden AI-Agenten. Jede Aufgabe ist so geschnitten, dass sie eigenständig umsetzbar, testbar und reviewbar ist. Arbeite die Epics in Reihenfolge ab; innerhalb eines Epics geben die Abhängigkeiten die Reihenfolge vor.
0. Stack-Entscheidungen (verbindlich)
Diese Entscheidungen sind getroffen. Nicht abweichen, ohne Rückfrage.
| Bereich | Entscheidung |
|---|---|
| Auth | Supabase Auth (E-Mail/Passwort, OAuth, TOTP/2FA) |
| Datenbank | Supabase Postgres (direkter Postgres-Zugriff, nicht über PostgREST) |
| Backend | Go (>= 1.22), HTTP-Framework: chi; DB-Zugriff: pgx + sqlc für typsichere Queries |
| Migrations | golang-migrate (SQL-Files, versioniert) |
| Worker / Queue | Eigener Go-Worker + asynq (Redis-basiert) |
| Konsolen-Proxy | Eigener Go-Dienst (Websocket), nhooyr.io/websocket |
| Proxmox-Client | Eigener dünner HTTP-Client (keine fertige Lib zwingend; falls Lib, dann nur als Referenz) |
| Frontend | React + TypeScript, Vite, TanStack Query, Tailwind, shadcn/ui |
| Konsole-Rendering | noVNC (VNC) bzw. xterm.js (Serial) |
| Secrets | Master-Key aus ENV/Secret-Manager; Cluster-Tokens verschlüsselt in DB (AES-GCM, Envelope) |
Falls Python statt Go gewünscht ist: ersetze die Go-spezifischen Schritte sinngemäß (FastAPI + SQLAlchemy/asyncpg + Celery), die Architektur bleibt identisch.
Architektur-Grundregeln (gelten für ALLE Aufgaben)
- Nur das Backend spricht mit Proxmox. Kein Proxmox-Token, kein Proxmox-Hostname erreicht jemals das Frontend.
- Supabase liefert Identität, das Backend macht Autorisierung. JWT wird gegen Supabase-JWKS validiert; Rollen/Rechte kommen aus eigenen Tabellen.
- Source of Truth ist die eigene DB. Proxmox ist Ausführungsebene. Ein Reconciliation-Job gleicht Drift ab.
- Multi-Cluster von Anfang an. Alle Proxmox-Zugriffe gehen über eine
cluster_id. - Jede tenant-bezogene Query trägt
WHERE tenant_id = $1. RLS bleibt zusätzlich aktiv (Defense in depth). - Sensible Felder (Token, Secrets) niemals in DTOs/API-Responses mappen.
1. Konventionen für den Agenten
- Sprache: Code-Identifier und Commits auf Englisch; UI-Texte auf Deutsch.
- Branches: ein Branch pro Aufgabe, Name = Task-ID (z.B.
E2-T03-schema-tenants). - Commits: Conventional Commits (
feat:,fix:,chore:,test:). - Definition of Done pro Task: Code + Tests grün + Lint sauber + kurze Notiz in
CHANGELOG.md, was umgesetzt wurde und welche Annahmen getroffen wurden. - Keine echten Credentials im Repo.
.env.examplepflegen, echte.envin.gitignore, Secret-Scanner in CI. - Tests: Unit-Tests für Krypto/Auth/Autorisierung sind Pflicht. Für Proxmox-Calls einen Mock-Server bauen (kein Live-Cluster in CI).
- Bei Unklarheit: Annahme dokumentieren und weiterarbeiten, nicht blockieren — außer es betrifft Sicherheit (dann stoppen und nachfragen).
EPIC E0 — Projekt-Setup & Infrastruktur
E0-T01 — Monorepo-Grundgerüst
- Ziel: Repo-Struktur stehen.
- Schritte: Ordner
backend/,worker/,console-proxy/,frontend/,migrations/,deploy/. Root-README.md,CHANGELOG.md,.gitignore,.env.example. - Akzeptanz: Repo klont sich,
READMEerklärt Setup in <10 Schritten. - Abhängigkeiten: keine.
E0-T02 — Lokale Dev-Umgebung
- Ziel: Alles lokal startbar.
- Schritte:
docker-compose.ymlmit Supabase CLI Stack (Postgres + Auth + Studio) und Redis. Makefile-Targets:make dev,make migrate,make test,make lint. - Akzeptanz:
make devbringt Postgres, Auth, Redis hoch; Studio erreichbar. - Abhängigkeiten: E0-T01.
E0-T03 — CI-Pipeline
- Ziel: Automatische Qualitätssicherung.
- Schritte: GitHub Actions (oder gewähltes CI): Build, Lint (
golangci-lint,eslint), Tests, Secret-Scan (gitleaks). - Akzeptanz: PR ohne grüne CI ist nicht mergebar.
- Abhängigkeiten: E0-T01.
E0-T04 — Konfigurations- & Logging-Layer
- Ziel: Saubere Config und strukturierte Logs.
- Schritte: Config aus ENV (z.B.
envconfig), validiert beim Start. Strukturiertes Logging (slog), Request-IDs, keine Secrets in Logs. - Akzeptanz: Fehlt eine Pflicht-ENV, bricht der Start mit klarer Meldung ab.
- Abhängigkeiten: E0-T01.
EPIC E1 — Auth & JWT-Middleware
E1-T01 — Supabase-Projekt & Auth-Konfiguration
- Ziel: Auth nutzbar.
- Schritte: Supabase-Projekt anlegen (oder CLI lokal). E-Mail/Passwort aktivieren, mind. einen OAuth-Provider, TOTP/2FA aktivieren. JWKS-URL und Issuer notieren.
- Akzeptanz: Test-User kann sich registrieren und JWT erhalten.
- Abhängigkeiten: E0-T02.
E1-T02 — JWT-Validierungs-Middleware (Backend)
- Ziel: Eingehende Requests authentifizieren.
- Schritte: Middleware, die
Authorization: Bearer <jwt>liest, Signatur gegen Supabase-JWKS prüft (JWKS cachen + periodisch refreshen), Issuer/Expiry validiert.sub-Claim (= Supabase-User-ID) in den Request-Context legen. Bei ungültig: 401. - Akzeptanz: Unit-Test mit gültigem, abgelaufenem und manipuliertem Token (jeweils korrektes Verhalten). Geschützter Endpunkt ohne Token → 401.
- Abhängigkeiten: E1-T01.
E1-T03 — Profil-Sync (auth.users → public.profiles)
- Ziel: Eigene Nutzer-Entität verknüpft mit Supabase.
- Schritte: Beim ersten authentifizierten Request: falls kein
profiles-Eintrag zursub-ID existiert, anlegen (lazy provisioning). Alternativ Supabase DB-Trigger aufauth.users. Eine Variante wählen und dokumentieren. - Akzeptanz: Nach Erstlogin existiert genau ein
profiles-Datensatz. - Abhängigkeiten: E1-T02, E2-T02.
EPIC E2 — Datenmodell & Migrations
Alle Tabellen ins
public-Schema.profiles.idreferenziertauth.users.id. RLS auf allen tenant-bezogenen Tabellen aktivieren.
E2-T01 — Migrations-Setup
- Ziel: Versionierte Schema-Änderungen.
- Schritte:
golang-migrateeinbinden,make migrate/make migrate-down. Namens-SchemaNNNN_beschreibung.up.sql/.down.sql. - Akzeptanz: Up und Down laufen idempotent durch.
- Abhängigkeiten: E0-T02.
E2-T02 — Kern-Tabellen: profiles, tenants, memberships
- Ziel: Mandanten- und Nutzergrundlage.
- Schritte:
profiles(id = auth.users.id, email, display_name, created_at)tenants(id, name, slug, status, created_at)memberships(profile_id, tenant_id, role enum: owner|admin|member|viewer, UNIQUE(profile_id, tenant_id))
- Akzeptanz: Migration läuft; FKs und Indizes gesetzt; ein User kann mehreren Tenants angehören.
- Abhängigkeiten: E2-T01.
E2-T03 — Projekte & Quotas
- Ziel: Projektebene wie bei Hetzner.
- Schritte:
projects(id, tenant_id FK, name, created_at)project_quotas(project_id FK, max_vcpu, max_ram_mb, max_disk_gb, max_vms)
- Akzeptanz: Projekte gehören eindeutig zu einem Tenant; Quota-Defaults gesetzt.
- Abhängigkeiten: E2-T02.
E2-T04 — Clusters-Tabelle (verschlüsselte Credentials)
- Ziel: Multi-Cluster-Zugriff sicher.
- Schritte:
clusters(id, name, api_endpoint, tls_fingerprint,encrypted_tokenbytea, token_id text, status, created_at)- Klartext-Token nie speichern. Verschlüsselung kommt aus E3.
- Akzeptanz: Spalte
encrypted_tokenistbytea; kein Klartext-Feld vorhanden. - Abhängigkeiten: E2-T01.
E2-T05 — VMs & Ressourcen-Mapping
- Ziel: Eigene Sicht auf VMs (Source of Truth).
- Schritte:
vms(id, project_id FK, cluster_id FK, proxmox_vmid int, node text, name, status, vcpu, ram_mb, disk_gb, created_at)ssh_keys(id, tenant_id FK, name, public_key, created_at)- Index auf (cluster_id, proxmox_vmid) UNIQUE.
- Akzeptanz: VM ist eindeutig einem Projekt und einem Cluster zugeordnet.
- Abhängigkeiten: E2-T03, E2-T04.
E2-T06 — VMID-Allokator
- Ziel: Race-freie, clusterweit eindeutige VMID-Vergabe.
- Schritte: Tabelle oder Sequence pro Cluster; Vergabe in einer Transaktion mit
SELECT ... FOR UPDATEoder Postgres-Sequence. Vergebene IDs reservieren, bevor Proxmox-Call startet. - Akzeptanz: Concurrency-Test mit 50 parallelen Anfragen erzeugt keine Doppel-VMID.
- Abhängigkeiten: E2-T05.
E2-T07 — Audit-Log-Tabelle
- Ziel: Nachvollziehbarkeit.
- Schritte:
audit_log(id, tenant_id, profile_id, action, target_type, target_id, metadata jsonb, created_at). Append-only. - Akzeptanz: Tabelle vorhanden, indiziert auf (tenant_id, created_at).
- Abhängigkeiten: E2-T02.
E2-T08 — RLS-Policies
- Ziel: DB-seitige Mandanten-Isolation als zweite Verteidigungslinie.
- Schritte: RLS auf tenants/projects/vms/ssh_keys/audit_log aktivieren; Policies auf Basis der Mitgliedschaft. Service-Role des Backends ist dokumentiert ausgenommen (Backend macht eigene Filterung).
- Akzeptanz: Direkter Query als Nicht-Mitglied liefert keine fremden Zeilen.
- Abhängigkeiten: E2-T02 bis E2-T07.
EPIC E3 — Proxmox-Zugriffsschicht
E3-T01 — Krypto-Layer (Envelope-Encryption)
- Ziel: Cluster-Tokens sicher ver-/entschlüsseln.
- Schritte: AES-GCM mit 32-Byte-Master-Key aus ENV/Secret-Manager. Nonce wird dem Ciphertext vorangestellt. Funktionen
Encrypt(plaintext)/Decrypt(ciphertext). Key-Versionierung vorsehen (Prefix-Byte), um spätere Rotation zu ermöglichen. - Akzeptanz: Roundtrip-Unit-Test; falscher Key → Fehler statt Müll; Master-Key fehlt → Start bricht ab.
- Abhängigkeiten: E0-T04.
E3-T02 — Cluster-Repository
- Ziel: Cluster-Credentials laden/speichern.
- Schritte:
GetCluster(id)lädt und entschlüsselt das Token im Speicher;UpsertClusterverschlüsselt vor dem Speichern. Token nie loggen, nie in DTO. - Akzeptanz: Test: gespeichertes Token kommt entschlüsselt korrekt zurück; DB enthält nur Ciphertext.
- Abhängigkeiten: E3-T01, E2-T04.
E3-T03 — Proxmox-HTTP-Client mit TLS-Pinning
- Ziel: Sichere Verbindung zum Cluster.
- Schritte: HTTP-Client, der pro Cluster den
tls_fingerprintprüft (keinInsecureSkipVerify). Auth-HeaderPVEAPIToken=<token_id>=<secret>. Methoden:Get/Post/Put/Deletemit Retry + Timeout + Kontext. - Akzeptanz: Verbindung gegen Mock-Server mit korrektem/falschem Fingerprint (akzeptiert/abgelehnt). Kein Klartext-Secret in Logs.
- Abhängigkeiten: E3-T02.
E3-T04 — Admin-Endpunkt: Cluster verwalten
- Ziel: Cluster anlegen/Token rotieren ohne Deployment.
- Schritte: Interner Endpunkt (nur Operator-Rolle, nicht für Kunden): Cluster anlegen, Token aktualisieren, Status setzen. Response enthält nie das Token.
- Akzeptanz: Token-Rotation per Request ändert nur
encrypted_token; alter Wert nicht mehr lesbar. - Abhängigkeiten: E3-T03, E4-T02.
EPIC E4 — Autorisierung (RBAC)
E4-T01 — Mitgliedschafts-Resolver
- Ziel: Vom JWT zur Berechtigung.
- Schritte: Aus
sub→profiles→membershipsladen; aktuellen Tenant/Projekt aus Request ableiten; Rolle ermitteln. Im Context bereitstellen. - Akzeptanz: Nicht-Mitglied eines Tenants erhält bei tenant-Zugriff 403.
- Abhängigkeiten: E1-T02, E2-T02.
E4-T02 — Policy-/Permission-Funktion
- Ziel: Zentrale
Can(role, action, resource)-Prüfung. - Schritte: Rollen-Matrix (owner/admin/member/viewer × Aktionen wie vm.read, vm.power, vm.create, vm.delete, project.manage, cluster.manage[nur Operator]). Eine Funktion, überall aufgerufen.
- Akzeptanz: Tabellengetriebener Unit-Test deckt alle Rollen×Aktionen ab.
- Abhängigkeiten: E4-T01.
E4-T03 — Autorisierungs-Middleware
- Ziel: Deklarativer Schutz pro Route.
- Schritte: Middleware/Helper, der vor Handler die nötige Permission prüft. Quota-Check als separater Helper für create-Aktionen.
- Akzeptanz: Geschützte Route ohne Recht → 403; mit Recht → durch.
- Abhängigkeiten: E4-T02.
EPIC E5 — VM-Lifecycle (synchron lesend + Aktionen)
E5-T01 — VM-Liste & Detail (read)
- Ziel: Kunden sehen ihre VMs.
- Schritte: Endpunkte
GET /projects/:id/vmsundGET /vms/:id. Daten aus eigener DB; Live-Status optional via Proxmox ergänzen. Immer tenant-/projektgefiltert. - Akzeptanz: Nutzer sieht nur VMs seiner Projekte.
- Abhängigkeiten: E3-T03, E4-T03, E2-T05.
E5-T02 — Power-Aktionen (start/stop/reboot)
- Ziel: VM steuern.
- Schritte: Endpunkte, die Permission
vm.powerprüfen, Proxmox-Call absetzen, die zurückgegebene UPID an den Worker übergeben (siehe E6), Audit-Log schreiben. - Akzeptanz: Start einer VM erzeugt Task; Status wird nach Abschluss in DB aktualisiert.
- Abhängigkeiten: E5-T01, E6-T02, E2-T07.
E5-T03 — Reconciliation-Job
- Ziel: Drift zwischen DB und Proxmox erkennen.
- Schritte: Periodischer Job, der pro Cluster den Ist-Zustand abruft und mit der DB abgleicht; Abweichungen markieren/loggen. Vorerst nur Reporting, kein Auto-Fix.
- Akzeptanz: Manuell in Proxmox gestoppte VM wird im nächsten Lauf als abweichend erkannt.
- Abhängigkeiten: E5-T01.
EPIC E6 — Task-Worker (asynchron)
E6-T01 — Worker-Grundgerüst
- Ziel: Eigener Dienst für lange Jobs.
- Schritte: Go-Worker mit
asynq, Redis-Anbindung, Verbindung zur selben Supabase-DB über den Connection Pooler (Supavisor). Graceful Shutdown. - Akzeptanz: Worker startet, verarbeitet einen Dummy-Job.
- Abhängigkeiten: E0-T02, E2-T01.
E6-T02 — UPID-Polling-Job
- Ziel: Proxmox-Tasks zu Ende verfolgen.
- Schritte: Job-Typ
proxmox.task.poll(Input: cluster_id, node, UPID, ziel-Entität). Pollt Status bis Erfolg/Fehler, aktualisiert die betroffene Entität in der DB, schreibt Audit-Log. Timeout + max. Retries; bei Fehler Statusfailed+ Fehlertext. - Akzeptanz: Mock-Proxmox liefert „running" dann „stopped/OK" → DB-Status wird final korrekt; bei „error" →
failed. - Abhängigkeiten: E6-T01, E3-T03.
E6-T03 — Cleanup bei Fehlschlag
- Ziel: Keine Zombie-Ressourcen.
- Schritte: Wenn ein Provisioning-Task scheitert, halbfertige VM in Proxmox entfernen oder als
failedmarkieren und VMID freigeben. - Akzeptanz: Simulierter Fehlschlag hinterlässt keine reservierte VMID und keine verwaiste VM.
- Abhängigkeiten: E6-T02, E2-T06.
EPIC E7 — Provisioning (Clone + cloud-init)
E7-T01 — SSH-Key-Verwaltung
- Ziel: Kunden hinterlegen Keys.
- Schritte: CRUD-Endpunkte für
ssh_keys(tenant-gescoped), Validierung des Public-Key-Formats. - Akzeptanz: Ungültiger Key wird abgelehnt; Keys sind tenant-isoliert.
- Abhängigkeiten: E4-T03, E2-T05.
E7-T02 — Template-Vorbereitung (Doku + Skript)
- Ziel: cloud-init-fähige Templates pro Node.
- Schritte: Dokumentiertes Vorgehen + optionales Skript, um Cloud-Images (Ubuntu/Debian) als Proxmox-Templates anzulegen. In der DB eine
templates-Referenz (id, cluster_id, name, proxmox_template_vmid). - Akzeptanz: Mind. ein Template pro Test-Cluster auswählbar.
- Abhängigkeiten: E3-T03.
E7-T03 — VM-Erstellung (Clone + cloud-init)
- Ziel: Self-Service-VM wie bei Hetzner.
- Schritte:
POST /projects/:id/vms: Permission + Quota prüfen → VMID allokieren → Proxmox-Clone vom Template → cloud-init setzen (SSH-Key, Hostname, Netzwerk) → Start → UPID an Worker. DB-Eintrag mit Statusprovisioning. - Akzeptanz: End-to-End gegen Mock: VM-Datensatz entsteht, Worker schließt ab, Status
running. Quota-Überschreitung → 409. - Abhängigkeiten: E7-T01, E7-T02, E6-T02, E2-T06, E4-T03.
E7-T04 — VM löschen
- Ziel: Aufräumen sauber.
- Schritte:
DELETE /vms/:idmit Permissionvm.delete; Proxmox-Stop+Delete via Worker; DB-Eintrag und VMID freigeben; Audit-Log. - Akzeptanz: Nach Löschung keine VM in DB/Proxmox, VMID wieder vergebbar.
- Abhängigkeiten: E7-T03.
EPIC E8 — Konsolen-Proxy (noVNC)
E8-T01 — Konsolen-Ticket-Endpunkt
- Ziel: Kurzlebigen Zugang ausstellen.
- Schritte:
POST /vms/:id/console: Permissionvm.consoleprüfen, von Proxmox VNC-Ticket holen, ein eigenes kurzlebiges, signiertes Proxy-Ticket an den Client geben (enthält keine Proxmox-Daten). - Akzeptanz: Nicht-berechtigter Nutzer → 403; Ticket hat kurze Gültigkeit.
- Abhängigkeiten: E4-T03, E3-T03.
E8-T02 — Websocket-Proxy-Dienst
- Ziel: Browser ↔ Proxmox-Konsole ohne direkte Verbindung.
- Schritte: Eigener Dienst, der das Proxy-Ticket validiert, bei jedem Verbindungsaufbau die Berechtigung erneut gegen die DB prüft, dann zur Proxmox-VNC-Websocket durchreicht. Kein Proxmox-Hostname zum Client.
- Akzeptanz: Verbindung mit gültigem Ticket funktioniert; abgelaufenes/fremdes Ticket wird abgewiesen.
- Abhängigkeiten: E8-T01.
EPIC E9 — Audit-Log (Querschnitt)
E9-T01 — Audit-Writer
- Ziel: Einheitliches Logging sicherheitsrelevanter Aktionen.
- Schritte: Helper
Audit(ctx, action, target, metadata). In allen state-ändernden Endpunkten aufrufen (power, create, delete, key-changes, cluster-admin). - Akzeptanz: Jede schreibende Aktion erzeugt genau einen Audit-Eintrag.
- Abhängigkeiten: E2-T07.
E9-T02 — Audit-Anzeige (read)
- Ziel: Transparenz für Tenant-Admins.
- Schritte:
GET /tenants/:id/auditmit Paginierung, nur für admin/owner. - Akzeptanz: Viewer/Member sehen kein Audit-Log.
- Abhängigkeiten: E9-T01, E4-T03.
EPIC E10 — Frontend MVP
E10-T01 — App-Grundgerüst & Auth
- Ziel: Login funktioniert.
- Schritte: Vite + React + TS, Supabase JS-Client nur für Auth (Login/Logout/2FA), JWT im Speicher halten, an Backend-Calls per
Authorization-Header anhängen. API-Layer mit TanStack Query. - Akzeptanz: Nutzer kann sich einloggen, 2FA durchlaufen, Token wird an Backend gesendet.
- Abhängigkeiten: E1-T01.
E10-T02 — Tenant-/Projekt-Umschalter & Mitgliederverwaltung
- Ziel: Multi-Tenant-Navigation.
- Schritte: Tenant-Switcher, Projektliste, Einladen/Rollen-Zuweisung (admin/owner). Layout im Hetzner-Stil (clean, shadcn/ui).
- Akzeptanz: Wechsel zwischen Tenants lädt jeweils nur eigene Projekte.
- Abhängigkeiten: E10-T01, E4-T03.
E10-T03 — VM-Übersicht & Detail
- Ziel: Kern-UI.
- Schritte: VM-Liste mit Status, Detailseite mit Basis-Metriken, Power-Buttons (start/stop/reboot), Live-Status via Polling/Refetch.
- Akzeptanz: Power-Aktion spiegelt sich nach Task-Abschluss in der UI.
- Abhängigkeiten: E10-T02, E5-T02.
E10-T04 — VM-Erstellungs-Wizard
- Ziel: Self-Service-Provisioning.
- Schritte: Wizard (Template, Größe, SSH-Key, Name), Quota-Anzeige, Fortschritt während
provisioning. - Akzeptanz: Erstellte VM erscheint und wechselt nach Abschluss auf
running. - Abhängigkeiten: E10-T03, E7-T03.
E10-T05 — Web-Konsole
- Ziel: noVNC im Browser.
- Schritte: noVNC-Komponente, holt Ticket vom Backend, verbindet sich mit dem Konsolen-Proxy.
- Akzeptanz: Funktionierende Konsole für berechtigte Nutzer.
- Abhängigkeiten: E10-T03, E8-T02.
E10-T06 — SSH-Keys & Audit-Ansicht
- Ziel: Restliche MVP-Verwaltung.
- Schritte: Key-Verwaltung-UI; Audit-Log-Ansicht für Admins.
- Akzeptanz: Keys verwaltbar; Audit nur für Admins sichtbar.
- Abhängigkeiten: E7-T01, E9-T02.
Phase 2 & 3 (Backlog, nach MVP)
Grob umrissen — bei Bedarf nach demselben Schema (Ziel/Schritte/Akzeptanz/Abhängigkeiten) herunterbrechen.
- Phase 2: Snapshots & Backups (Proxmox Backup Server), VM-Resize/Rebuild, Firewall-Regeln pro VM (Proxmox-Firewall-API), private Netzwerke via SDN/VNet pro Tenant, Floating IPs (eigener IP-Pool), feinere Quota-Durchsetzung.
- Phase 3: Metriken-Dashboards (Proxmox-Metriken nach Prometheus/InfluxDB exportieren), Usage-Tracking als Abrechnungsgrundlage, öffentliche API mit Projekt-Tokens (Terraform-Support), E-Mail-Benachrichtigungen, ISO-Mounts, LXC-Container, Load Balancer.
Empfohlene Bearbeitungsreihenfolge (kritischer Pfad)
E0 → E1 → E2 → E3 → E4 → E6 (Grundgerüst) → E5 → E7 → E8 → E9 → E10
E9 (Audit) und E10 (Frontend) laufen teils parallel, sobald die jeweiligen Backend-Endpunkte stehen. E6-T01 sollte früh kommen, weil E5/E7 darauf aufbauen.